Aktuelles & Veranstaltungen
© Foto: Wladynosz / pixabay

Aktuelles + Veranstaltungen

Messetermine 2020

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie werden viele Veranstaltungen langfristig und manche auch sehr kurzfristig abgesagt.
Bitte informieren Sie sich im Internet sowie in den den örtlichen Medien,  welche dieser Veranstaltungen davon betroffen sind.

16. – 19. April 2020
GARTEN | outdoor | ambiente
Messe Stuttgart
> Veranstaltung abgesagt.
Neuer Termin 8. – 11. April 2021

21. – 23. April 2020
Deutsche Baumpflegetage
Augsburg
> Veranstaltung abgesagt.
Neuer Termin 4. – 6. Mai 2021

23. April – 18. Oktober 2020
Landesgartenschau 2020
Überlingen
> Eröffnung verschoben.
Neuer Termin noch nicht bekannt.

21. – 24. Mai 2020
GARDENLIFE
Reutlingen
> Eröffnung verschoben.
Neuer Termin noch nicht bekannt.

Infos & Empfehlungen

04/2020

Meldeaktion: Meisensterben

Auch wir möchten uns dem Aufruf des NABU anschließen, die seit Anfang März vermehrt auftretenden Auffälligkeiten bei Blaumeisen dringend zu melden.

Verantwortlich für den Tod der Vögel ist das Bakterium Suttonella ornithocola, das bei den Tieren zu Lungenentzündung führt.

In Deutschland wurden bereits 26.000 betroffene Vögel gezählt. Die ersten Fälle traten in Nordrhein-Westfalen auf und breiteten sich rasant aus, bei den letzten Zählungen kam es innerhalb von nur zwölf Tagen zu fast 14.000 Fällen.

Für den Menschen ist bisher keine Gefährdung nachzuweisen, da der Erreger aus den inneren Organen der Tiere isoliert wurde. Das Bakterium selbst ist seit 1996 in Verbindung mit Meisensterben bekannt, da es in diesem Jahr großflächig in England und Wales zu diesem Phänomen kam. Da der fehlende Beleg für eine Gefährdung des Menschen im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass eine Gefährdung des Menschen gänzlich ausgeschlossen werden kann, sollten tote Tiere mit Einmalhandschuhen aufgenommen werden und einschließlich der Handschuhe in einem fest verschlossenen Plastiksack entsorgt werden.

Sollten Sie betroffene Vögel mit den genannten Symptomen bei sich im Garten oder in der freien Natur feststellen, oder gar verstorbene Vögel am Boden finden, melden Sie dies bitte unbedingt unter folgendem Link.

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/meisensterben.html?fbclid=IwAR1fCM1REfnBeIRPvfzPLN8EA34PCmH_nDWbbuesxmCSzWNPask-FwdlmK0

03/2020

Nisthilfen für Tiere

Im urbanen Bereich unserer Städte finden viele Tiere nicht die Möglichkeiten zur Aufzucht ihres Nachwuchses wie in ländlichen Regionen.
Einen unschätzbar großen Dienst erweist dadurch jeder der Natur und diesen Tieren, der zusätzliche Nisthilfen bereitstellt. Das kann zum einen der vermutlich allen bekannte Nistkasten für Vögel sein, den es in verschiedenen Ausführungen und Größen gibt (oft auf unterschiedliche Vogelarten ausgelegt) als auch die oft weniger bekannten Kästen für Eichhörnchen und Fledermäuse.

Nistkästen
© Foto: Ingo Kessler

Wer ein solches Habitat (Lebensraum) für Vögel, Eichhörnchen oder Fledermäuse zur Verfügung stellen will, darf sich dabei nicht von den zahlreichen „Vorschriften″, die zum Beispiel im Internet kursieren, verrückt machen lassen. Aus diesem Grund beantworten wir Ihnen hier ein paar Fragen aus unserer Erfahrung heraus:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Nistkästen, Fledermauskästen, Eichhörnchen-Häuser zu montieren?

Diese Frage lässt sich am einfachsten beantworten: Jetzt! Die ersten Vögel sind bereits in vollem Gange mit dem Bau ihrer Nester. Wer aber glaubt, aus diesem Grund bereits zu spät dran zu sein der irrt. Viele Vögel brüten zwei oder sogar dreimal im Jahr. Auch Eichhörnchen bekommen zwei Mal im Jahr Junge. Es ist also nie zu spät, eine zusätzliche Nisthilfe zur Verfügung zu stellen. Wer darüber enttäuscht ist, dass seine Nisthilfe vermeintlich nicht angenommen wird, dem muss man zu Geduld raten. Häufig werden die künstlichen Nisthilfen im zweiten Jahr verstärkt angenommen.

  • Welchen Abstand muss ich bei Nistkästen für Vögel einhalten?

Vögel sind keine dummen Tiere. Sie werden auch nicht dümmer, wenn sie „künstliche“ Habitate bewohnen. Das bedeutet, ihre natürliche Intelligenz bzw. ihr Instinkt, einen gewissen Abstand zwischen den Brutstätten einzuhalten geht nicht verloren, nur weil wir Nistkästen aufhängen. Eine höhere Anzahl Nistkästen bedeutet eine entsprechend höhere Auswahlmöglichkeit für die Vögel, sodass man nie sagen kann, dass Nistkästen zu nah aufeinander hängen. Des Weiteren hängt es von der Vogelart ab, ob und wie sehr sich diese überhaupt an Nachbarn stört. Während zum Beispiel Meisen einen gewissen Abstand einhalten, wohnen Spatzen und Stare auch auf dichtem Raum aufeinander. Fest steht: je mehr Nistkästen man anbietet, desto höher die Auswahl für potentielle Bewohner und entsprechend höher die Erfolgswahrscheinlichkeit.

  • Kann ich Nistkästen und Eichhörnchen-Häuser im selben Baum aufhängen?

Häufig liest man auch, dass diese beiden Behausungen nicht kombiniert montiert werden sollen mit der Zusatzaussage, dass Eichhörnchen fresse die jungen der Vögel. Dazu kann man nur zwei Dinge sagen:
Selbstverständlich können Eichhörnchen junge Vögel, oder das Gelege von Vögeln fressen, dass machen sie dann aber ohnehin. Eine zusätzliche Behausung für einen der beiden Tiere wegzulassen ist dabei keine Lösung. Man könnte sogar sagen, dass Eichhörnchen hat es in der Natur in einem offenen Vogelnest wesentlich einfacher, an die Jungen und das Gelege der Vögel zu kommen als in einem Nistkasten mit kleinem Loch. Auch hier gilt: je mehr Behausungen zur Verfügung gestellt werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie von einer Tierart angenommen werden.

  • Was mache ich mit den Nistkästen vom letzten Jahr?

Einige Zeit gab es die Ansicht, es wäre ratsam, die Nistkästen aus den Bäumen zu holen und zum Beispiel heiß auszuwaschen. Doch wer macht dies in der freien Natur? Wer wäscht dort die Baumlöcher aus? Wenn es sich dabei um die Annahme handelt, man würde Krankheitserreger abtöten, so ist uns der Winter mit seinen Minusgraden da schon zuvorgekommen. Der einzige Grund, aus dem es sinnvoll sein kann, die Nistkästen aus den Bäumen zu holen, ist unter Umständen aufeinander gebaute alte Nester zu entnehmen. Doch dafür ist es jetzt bereits zu spät - das muss im Winter geschehen.

  • Wo kann ich Fledermauskästen montieren?

Fledermäuse bewohnen in der freien Natur viele verschiedene Habitate. Des Weiteren haben Sie Sommerquartiere und Winterquartiere, sowie Tag- und Nachtquartiere.
Sie bewohnen nicht nur alte und leerstehende Gebäude, sondern können sich auch in kleinsten Ritzen unter Dachziegeln einnisten. Viele Fledermäuse bewohnen Höhlungen in alten Bäumen, die zum Beispiel durch Fäulen entstanden sind, oder einst von Spechten angelegt wurden.
Besonders kleine Fledermäuse, wie zum Beispiel die Mopsfledermaus, hält sich auch in winzigsten Höhlungen im Baum oder unter abplatzenden Rindenplatten älterer Bäume auf.
Wichtig ist also für die Montage eines Fledermauskastens nur, dass dieser für die Fledermaus gut erreichbar ist. Das kann zum Beispiel in einer Baumkrone der Fall sein, oder auch an einer Hausfassade, bzw. am Dachvorsprung.

  • Wie kann ich Wildbienen Lebensraum bieten?

Noch weniger bekannt aber genauso effizient und wichtig sind Quartiere für Insekten wie zum Beispiel Wildbienen.

Insektenhotel
© Foto: Ingo Kessler

Abgesehen von der Tatsache, dass Wildbienen ohnehin bedroht sind, sind sie für unser Ökosystem und auch für unsere Landwirtschaft extrem wichtig. Während die kultivierte Honigbiene erst ab einer Temperatur von ca. 5° zu fliegen und zu bestäuben beginnt, kann das bei einer Wildbiene bereits ab ca. 2° der Fall sein. Dieser geringe Unterschied bedeutet gerade bei der heutzutage immer näher rückenden Überschneidung eines späteren Winters und einer früh einsetzenden Blüte, dass ein immer größerer Teil der Blüten von Wildbienen bestäubt werden muss.

Wildbienen bewohnen in freier Natur zum Beispiel Totholz und alles, was kleine Ritzen und Löcher bietet. Wer diesen Tieren etwas Gutes tun möchte, kann dies durch ein speziell angefertigtes oder auch selbst gebasteltes „Insekten-Hotel“ bewerkstelligen. Dabei reichen bereits ein paar aneinander gebundene Bambusrohre rechtwinklig in einer anflugtauglichen Höhe ab 1 m Höhe über dem Boden montiert. Die Montage kann an einem Pfosten, einer Hauswand, einem Baum und vielen weiteren Ankerpunkten erfolgen.

Sollten Sie eine künstlichen Nisthilfe für ein Tier aufbauen wollen, dürfen Sie uns auch gerne per E-Mail kontaktieren und wir beraten Sie dazu kostenfrei.

02/2020

Was machen wir mit den Bäumen im Februar?

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach: im Auge behalten – und in Ruhe lassen!
Dabei ist es vollkommen egal, um welche Art Baum es sich handelt. Wer es gar nicht bis zum Zeitraum Mai bis August aushält, der kann dezente Schnitte durchführen, muss sich aber stets bewusst sein, dass er seinem Baum damit nicht unbedingt einen Gefallen tut.

Alle Bäume in unserer Region haben sich um diese Jahreszeit in ihre Winterruhe begeben. Sie haben die größtmöglichen Mengen Saft in ihre Wurzeln „eingezogen” und befinden sich sozusagen im „Winterschlaf”.

Auf keinen Fall sollte um diese Jahreszeit an Bäumen herumgeschnitten werden. Zum Ausspülen seiner Wunden – und damit zum sich zur Wehr setzen gegen angreifende Pathogene, wie zum Beispiel Pilzsporen – fehlt dem Baum die notwendige Saftmenge. Des weiteren benötigt er möglichst viel Saft, um einen bestmöglichen Wundverschluss einzuleiten. Schneidet man einen jetzt Ast ab, kann der Baum erst mit dem Wundverschluss beginnen, wenn er wieder im Saft steht und seine Blattmasse größtenteils bereits ausgebildet hat.

Die Ausbildung der gesamten neuen Blattmasse für dieses Jahr kostet den Baum extrem viel Energie. Hierfür nutzt er die im letzten Jahr eingelagerten Reservestoffe, greift also noch nicht auf „Energie” zu, die er in diesem Jahr produzieren konnte, da er ja dieses Jahr noch keine Reservestoffe produzieren konnte.

Bäume sind in der Lage zu kalkulieren, wie viel Energie sie für die Ausbildung ihrer Blattmasse benötigen. Sie wissen also bereits im Vorjahr, wie viele Reservestoffe sie für die Ausbildung der Blattmasse im Folgejahr einlagern müssen und tun das, soweit die äußeren Einflüsse wie Witterung, Bodenverhältnisse usw. dies erlauben.

Haben wir also jetzt vor, einen Baum zu schneiden, so konnte dieser nicht die für den Wundverschluss notwendigen Reservestoffe einlagern, da er ja im vergangenen Jahr noch nichts davon „wusste”. Das bedeutet, dass man bei einem Schnitt im Zeitraum September/Oktober bis März/April dem Baum bereits, abhängig von der Stärke des Schnittes, anteilig Reserven für seinen Austrieb gewaltsam reduziert. Auch wenn Bäume in der Lage sind, sehr viele negative Einflüsse zu kompensieren, geht doch ein solcher Schnitt zum falschen Zeitpunkt IMMER zulasten der Vitalität im Folgejahr.

Aus diesem Grund sollten um diese Jahreszeit – wenn nicht vermeidbar – nur Baum-Fällungen stattfinden. Des Weiteren gibt es einige holzzersetzenden Pilze, die ihre Pilzfruchtkörper in dieser Jahreszeit zeigen, und aufgrund dessen eine Untersuchung des Baumes notwendig machen können.

01/2020

Der Baum des Jahres 2020: Die Robinie

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Robinie (bei manchen auch „Scheinakazie” – NICHT „Akazie”) ist der Baum des Jahres 2020

Als Vertreterin der Hülsenfrüchte, also der sogenannten „Leguminosen”, ist die Robinie mit Hilfe sogenannter Knöllchenbakterien dazu imstande, verstärkt Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und diesen dem Boden zuzuführen. Eine Fähigkeit, die man sich bei krautigen Vertretern der Hülsenfrüchte in Form einer sogenannten „Gründüngung” in der Landschaftspflege und Landwirtschaft bewusst zunutze macht. Diese werden ausgesät und nach Abgabe des Stickstoffs in den Boden eingearbeitet.

Wo krautige Vertreter der „Leguminosen″ dies großflächig im kleinen Stil machen, macht es die Robinie auf kleiner Fläche in großem Stil. Dadurch können besonders stickstoffarme Flächen für andere Gehölze attraktiver gemacht werden, da Stickstoff ein für das Wachstum von Pflanzen wichtiger Nährstoffe ist.

Weil die Robinie jedoch auch gerne zur Ausbildung von Totholz neigt und beim Befall durch manche holzzersetzenden Pilze, wie zum Beispiel dem Schwefelporling, auch zu einem plötzlichen Umsturz neigt, muss ihre Verwendung im urbanen Bereich jedoch auch etwas infrage gestellt werden, bzw. bedarf in jedem Fall einer regelmäßigen Kontrolle.

Ein Vorteil der Robinie im städtischen Bereich ist jedoch eindeutig ihre hohe Toleranz gegenüber Schadstoffemissionen und Streusalzen, sowie ihre hohe Toleranz gegenüber verschiedenen Bodenverhältnissen, wie zum Beispiel sehr nährstoffarmen Standorten. Einen weiteren ökologischen und gestalterischen Reiz übt zweifellos die Blütenpracht der Robinien aus. Große, weiße doldenartige Trauben hängen am gesamten Baum, und bereits sehr junge und wild ausgetriebene Robinien blühen schon in den ersten Jahren sehr intensiv.


Mit einer Höhe von bis zu 25 m und einem Jahreszuwachs von 50-100 cm entwickeln sie sich verhältnismäßig schnell zu stattlichen Bäumen. Sie gelten als sehr frosthart und besonders beständig gegen Hitze und Dürre. Ihre Blätter, Früchte, Samen und Rinde sind für den Menschen giftig, ebenso ihre Wurzeln.