Untersuchung am Baum mittels Schalltomografie
© Foto: Ingo Kessler

Schalltomografie

Bei der Schalltomografie werden als erstes die exakten Baumdaten sowie Form und Umfang des zu messenden Bereiches erfasst. Dann werden, abhängig vom Durchmesser des zu messenden Stammbereiches, unterschiedlich viele Sensoren am Baum angebracht und deren genaue Position eingemessen. Die Sensoren sind in Reihe geschaltet und mit einem Schalltomografen verbunden. Durch Abklopfen der einzelnen Sensoren mit einem speziellen Messhammer wird die Schallgeschwindigkeit im Holz zwischen dem jeweiligen Sender- und allen Empfänger-Sensoren gemessen. Aus dem daraus resultierenden, von jedem Sensor spinnennetzartig ausgehenden Messergebnis, lassen sich Rückschlüsse auf Defekte im Inneren des Holzes ziehen. Die Interpretation, ob es sich dabei um Fäulen, Höhlungen, Risse, Feuchtigkeit oder andere Faktoren handelt, muss durch den Messenden vorgenommen werden.

Die Frage, ob eine Bohrwiderstandsmessung oder eine Schalltomografie das korrekte Mittel zur jeweiligen Messung ist, hängt von vielen Faktoren ab, wie der Position der Schallstelle am Baum, der Art des holzzersetzenden Pilzes, der gewünschten Darstellung der Schallstelle usw. In manchen Fällen ist es ratsam, die beiden Messverfahren zu kombinieren, um das Messergebnis zweifelsfrei zu verifizieren.